Fettleibigkeit erhöht Risiko für zweiten Krebs

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Männer, die vor der Diagnose fettleibig sind, haben ein erhöhtes Risiko, zweimal an Krebs zu erkranken.

Männer, die eine Krebserkrankung überstehen, haben anschließend ein erhöhtes Risiko, erneut an Krebs zu erkranken. Wissenschaftler untersuchten, ob hierfür ein erhöhtes Körpergewicht verantwortlich sein könnte. Über ihre Ergebnisse berichteten sie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

In der Studie wurden die Daten von fast 240.000 Koreanern ausgewertet – Männer, die zwischen Januar 2003 und Dezember 2010 für die Untersuchung gewonnen werden konnten. Bis Dezember 2011 wurde verfolgt, ob sie an einem zweiten Tumorleiden erkrankten. Bei knapp 4.800 von ihnen kam es tatsächlich dazu. Hieraus ergab sich ein um das 1,1-Fache erhöhtes Risiko, erneut an Krebs zu erkranken. 

Ein vor der Krebsdiagnose erhöhter Body Mass Index (BMI) als Ausdruck für Übergewicht oder Fettleibigkeit war mit einem erhöhten Risiko für eine zweite Krebserkrankung des Dick- und Enddarms, der Leber, der Gallenwege und der Nieren sowie Lymphomen verbunden. Dieser Zusammenhang war stärker als der zwischen einem erhöhten BMI und dem Risiko für eine erste Krebserkrankung in der Allgemeinbevölkerung. 

Sowohl das allgemeine als auch das individuelle Risiko für eine zweite Krebserkrankung ist bei Männern erhöht, wenn sie vor der Krebsdiagnose stark übergewichtig (fettleibig, adipös) sind, so lautet das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Sang Min Park et al.: Prediagnosis Body Mass Index and Risk of Secondary Primary Cancer in Male Cancer Survivors: A Large Cohort Study. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 10. Oktober 2016, doi: 10.1200/JCO.2016.66.4920

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.07.2017 16:59