Fettansatz am Bauch - schlecht für die Brust

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Das Brustkrebsrisiko steigt, wenn sich im Bauchbereich viel Fett anlagert

Auf die Figur zu achten, lohnt nicht nur wegen des Äußeren, sondern auch in Hinsicht Gesundheit: Immer wieder bestätigen sich Befunde, dass starkes Übergewicht und viel Fettbildung vor allem im Bauchbereich mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs einhergehen. In diese Befunde reihen sich die Ergebnisse einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Cancer.

An der Studie hatten fast 51.000 Frauen zwischen 35 und 74 Jahren teilgenommen. Ein Einschlusskriterium war, dass die Teilnehmerinnen eine Schwester haben mussten, die zuvor an Brustkrebs erkrankt war. Zu Beginn der Untersuchung wurden die Studienteilnehmerinnen hinsichtlich Größe, Gewicht, Taillen- und Hüftumfang vermessen, zudem gab es einen Fragebogen zu beispielsweise der Einnahme von Hormonen gegen Wechseljahresbeschwerden.

Im Laufe der durchschnittlich fünfeinhalbjährigen Beobachtungszeit erkrankten fast 3.000 Teilnehmerinnen selbst an Brustkrebs. Ein erhöhtes Körpergewicht, ein hoher Body Mass Index (BMI), ein starker Taillenumfang und ein größerer Taille-Hüft-Quotient waren mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden. Dies galt im besonderen Maße für Frauen nach der Menopause, Frauen mit Hormon-empfindlichen Tumoren und Frauen, die gegenwärtig keine Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden einnahmen. 

Ein rechnerisches Modell, das den BMI berücksichtigte, bestätigte schließlich einen Zusammenhang von Taillenumfang und Brustkrebsrisiko bei Frauen vor und nach den Wechseljahren.

 

Quelle:

White, A. J. et al.: Overall and central adiposity and breast cancer risk in the sister study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Juli 2015, DOI: 10.1002/cncr.29552

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.09.2017 12:07