Feinnadelbiopsie zur Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs geeignet

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Eine Verschlechterung der Überlebensaussichten ist bei dieser Diagnosemethode offenbar nicht zu befürchten

Die Feinnadelbiopsie ist eine für die Patienten relativ schonende Methode und erlaubt es, bösartige Tumoren sicher zu identifizieren. Befürchtungen, dabei könnten Krebszellen verschleppt werden und sich anschließend im Körper ausbreiten, bestätigten sich für Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht. Wissenschaftler berichteten über die Ergebnisse einer entsprechenden Studie in der Fachzeitschrift Gut.

Bei der Feinnadelbiopsie werden mit einer dünnen Kanüle einzelne Zellen aus einem erkrankten Organ entnommen und anschließend unter dem Mikroskop begutachtet. Der Einstich ist für die meisten Patienten nur wenig unangenehm und birgt wenige Risiken. An der aktuellen Studie nahmen mehr als 2.000 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs teil, davon waren 90 Prozent Adenokarzinome. Bei einem Viertel der Patienten war für die Diagnose eine Feinnadelbiopsie durchgeführt worden. Dabei handelte es sich öfter um Patienten mit vielen Begleiterkrankungen und fortgeschrittenerer Tumorerkrankung.

Um andere Einflussfaktoren auszuschließen, wurden in der Analyse das Lebensalter, die Herkunft, das Geschlecht, die Gewebeeigenschaften des Tumors, das Tumorstadium, der Tumorgrad, die Lage des Tumors, das Jahr der Diagnose und andere Parameter berücksichtigt. Dabei zeigte sich, dass die Feinnadelbiopsie sogar mit einem leicht besseren Gesamtüberleben einherging als andere Diagnosemethoden. Das krebsbezogene Überleben wurde hingegen nicht davon beeinflusst – weder positiv noch negativ.

Auf keinen Fall, so die Studienautoren, habe die Feinnadelbiopsie die Sterblichkeit der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht. Sie könne daher als Diagnosemethode bei verdächtigen Herden in der Bauchspeicheldrüse empfohlen werden. 

 

Quelle:

Ngamruengphong, S. et al.: Preoperative endoscopic ultrasound-guided fine needle aspiration does not impair survival of patients with resected pancreatic cancer. Gut, Onlinevorabveröffentlichung am 9. Januar 2015, doi:10.1136/gutjnl-2014-307475

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35