Fatigue auch bei Männern

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Prostatakrebspatienten, die bestrahlt werden und eine langjährige Antihormontherapie erhalten, erleben nicht selten Fatiguebeschwerden, die ihre Lebensqualität einschränken.

Besonders oft wird Fatigue, das krebsbedingte Erschöpfungssyndrom, bei Brustkrebspatientinnen untersucht. Doch auch Männer können daran erkranken, so zum Beispiel im Zusammenhang mit Prostatakrebs. In einer aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler das Auftreten von Fatigue bei Prostatakrebspatienten mit einer Erkrankung im Stadium T1-3 ohne Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Die Forscher bezogen die Daten von 206 Männern ein, die eine Strahlentherapie der Prostata und Beckenlymphknoten oder der Prostata allein sowie eine Antihormontherapie erhalten hatten. Die Teilnehmer füllten zu Beginn sowie nach zwölf, 24 und 36 Monaten einen Fragebogen zu ihrer Lebensqualität und möglichen Beschwerden wie Angstzuständen, Depression und Fatigue aus. 

Auch nach 36 Monaten noch gaben viele Patienten Fatiguebeschwerden an. Darunter litt auch ihre körperliche Lebensqualität. Fazit der Studienautoren: Bei Prostatakrebspatienten, für die eine heilende Strahlentherapie und langjährige Antihormonbehandlung zur Unterdrückung der Wirkung männlicher Sexualhormone in Frage kommt, müsse daran gedacht werden, dass diese Behandlung zu Fatigue führen und die Lebensqualität einschränken kann.

 

Quelle:

Lillebya, W. et al.: Fatigue and other adverse effects in men treated by pelvic radiation and long-term androgen deprivation for locally advanced prostate cancer. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 9. März 2016, DOI:10.3109/0284186X.2015.1127417

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 19.09.2017 17:21