Familiär bedingtes Risiko für Prostatakrebs

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Mit einem Gentest können Risikogruppen identifiziert werden.

Schon seit längerem ist bekannt, dass bestimmte Varianten im menschlichen Erbgut, den Genen, das Risiko für Prostatakrebs erhöhen, sodass die Erkrankung in manchen Familien gehäuft vorkommt. In der Fachzeitschrift Nature Genetics berichteten Wissenschaftler von einem Gentest, der zuverlässig anzeigt, wenn ein besonders hohes Risiko besteht.

Für ihre Studie stützten sich die Forscher auf die Daten von rund 80.000 Prostatakrebspatienten und 60.000 nicht daran erkrankten Kontrollpersonen. Sie wählten 147 Gene für einen Test aus, mit dem sich nach eigenen Aussagen rund 28 Prozent aller Fälle von Prostatakrebs mit familiärem Risiko erkennen lassen. In ihrer Untersuchung kristallisierten sich neben den bereits bekannten weitere 63 sogenannte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP) heraus, die mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs einhergehen. 

Damit, so die Forscher, könnte bald ein handhabbarer Test auf ein familiäres Risiko für Prostatakrebs in der Praxis zur Verfügung stehen. Männer mit einer hohen Punktzahl im Test könnten dann einer Beratung und womöglich einem intensiveren Screening als normalerweise zugeführt werden.

 

Quelle:

Schumacher F R et al. Association analyses of more than 140,000 men identify 63 new prostate cancer susceptibility loci. Nature Genetics, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Juni 2018

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.09.2018 17:42