Erst heller Hautkrebs und dann schwarzer?

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Wer schon einmal an hellem Hautkrebs erkrankt ist, hat offenbar ein erhöhtes Risiko auch für ein malignes Melanom.

Nicht-melanozytärer, sogenannter heller Hautkrebs wie Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) und Basalzellkarzinom (Basaliom) ist eine gänzlich andere Erkrankung als schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten, etwa hinsichtlich des Risikofaktors Sonne. Wie nun Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute berichteten, haben Personen, die bereits einmal an hellem Hautkrebs erkrankt sind, ein erhöhtes Risiko auch für ein malignes Melanom.

In der Studie wurden die Daten von 91.846 Frauen aus der Nurses’ Health-Studie (1984-2010), 114.918 Frauen aus der Nurses’ Health-Studie II (1989-2011) und 48.946 Männern der Health Professionals Follow-up-Studie (1986-2010) ausgewertet. Unter diesen Personen traten 1.949 maligne Melanome, 38.842 Basalzellkarzinome und 7.462 Plattenepithelkarzinome der Haut auf. Personen, bei denen heller Hautkrebs diagnostiziert wurde, hatten ein zweifach erhöhtes Risiko, anschließend auch an einem malignen Melanom zu erkranken. Bei denjenigen, die sowohl am Basaliom als auch am Plattenepithelkarzinom erkrankten, war das Risiko für schwarzen Hautkrebs sogar dreieinhalbfach erhöht. Außerdem: Je mehr nicht-melanozytäre bösartige Hauttumoren ein Erkrankter in seiner Vorgeschichte aufwies, desto höher war sein Melanomrisiko. 

Bei Frauen mit einer Vorgeschichte an hellem Hautkrebs betrafen die späteren Melanome häufiger den Kopf-Halsbereich als den Körperstamm oder Arme und Beine.

 

Quelle:

Wu, S. et al.: History of Keratinocyte Carcinoma and Risk of Melanoma: A Prospective Cohort Study. Journal of the National Cancer Institute 2017, 109(4):djw268; https://doi.org/10.1093/jnci/djw268

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.05.2017 10:44