Erhöhtes Risiko nach duktalem Carcinoma in situ der Brust?

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Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es zu einem Rückfall mit invasivem Brustkrebs kommt.

Wenn sich Brustkrebs noch nicht über seinen Entstehungsort hinaus ausgebreitet hat, sprechen Mediziner von einem duktalen Carcinoma in situ (DCIS). Durch eine Operation können die Betroffenen in vielen Fällen geheilt werden. Doch mitunter kommt es anschließend zu einem Rückfall, bei dem sich der Krebs doch noch invasiv, also weiter in der Brust und schließlich auch darüber hinaus ausbreitet. Wissenschaftler identifizierten in einer zusammenfassenden Meta-Analyse die Risikofaktoren, die das Auftreten eines solchen Rückfalls wahrscheinlicher machen. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher werteten die Daten von insgesamt 40 publizierten Studien aus, die sich mit möglichen Risikofaktoren befasst hatten. Wie sich zeigte, hatten Patientinnen, die vor der Menopause die Diagnose DCIS erhalten hatten, ein erhöhtes Risiko dafür, später einen Rückfall mit invasivem Brustkrebs zu erleiden. Auch wenn Patientinnen den Tumor bei der Selbstuntersuchung der Brust ertastet hatten, wenn der Tumor schon höhergradig, also „bösartiger“ gewesen war, wenn ein bestimmtes Protein (p16) im Tumorgewebe verstärkt vorkam oder wenn der Tumor bei der Operation nicht ganz im Gesunden entfernt worden war (positive Tumorränder), bestand ein erhöhtes Rückfallrisiko.

Für Ärzte ist es wichtig zu erkennen, ob eine Brustkrebspatientin ein erhöhtes Rückfallrisiko hat oder nicht. Dies beeinflusst die Entscheidung für bestimmte Therapien, mit denen dieses Risiko gesenkt werden kann.

 

Quelle:

Visser LL et al. Predictors of an Invasive Breast Cancer Recurrence after DCIS: A Systematic Review and Meta-analyses. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 25. April 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-18-0976

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 24.05.2019 09:19