Erbrechen bei Chemotherapie verhindern – schon bei den Kleinsten

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Bei Kindern und Jugendlichen kann dem verzögert auftretenden Erbrechen bei einer Chemotherapie gegen Krebs vorgebeugt werden

Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigsten und von den Patienten gefürchtetsten Nebenwirkungen von Chemotherapien gegen Krebserkrankungen. Dank neuer Medikamente kann ihrem Auftreten inzwischen gut vorgebeugt werden und zwar sowohl dem akuten, innerhalb eines Tages eintretenden als auch dem verzögerten Erbrechen. Dies gelingt auch schon bei Kindern und Jugendlichen, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology berichteten.

Die Forscher führten in 49 Kliniken in 24 Ländern eine Studie mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis 17 Jahren durch, die an Krebs erkrankt waren und eine Chemotherapie erhielten. Um das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen zu verhindern, erhielten die kleinen Patienten Ondansetron in Kombination mit Aprepitant oder (in der Kontrollgruppe) einem Scheinmedikament (Placebo). Einige erhielten zudem Dexamethason.

Bei der Hälfte der Kinder, die Aprepitant erhalten hatten, blieben verzögerte Übelkeit und Erbrechen gänzlich aus, in der Kontrollgruppe gelang dies bei einem Viertel. Nach Ansicht der Studienautoren habe sich das Therapieschema Ondansetron und Aprepitant damit auch bei krebskranken Kindern und Jugendlichen als wirksam erwiesen - verzögerte Übelkeit und Erbrechen bei einer Chemotherapie könnten in vielen Fällen verhindert werden.

 

Quelle:

Kang, H. J. et al.: Aprepitant for the prevention of chemotherapy-induced nausea and vomiting in children: a randomised, double-blind, phase 3 trial. The Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. März 2015, doi.org/10.1016/S1470-2045(15)70061-6

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.11.2017 15:51