Entzündung und Prostatakrebs

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In einer Studie wiesen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Entzündungen in der Prostata und der Entstehung von Krebs nach.

Entzündungen werden seit längerem schon mit der Entstehung von Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Nun bestätigen Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention die langgehegte Vermutung, dass eine Entzündung im Prostatagewebe die Entstehung von Prostatakrebs begünstigt.

Die Forscher untersuchten Gewebeproben von Männern, die sich im Rahmen der Studie Prostate Cancer Prevention Trial einer Biopsie, also einer Entnahme von Gewebe aus der Prostata unterzogen hatten. Die Forscher interessierte dabei, ob Entzündungen im Organ vorgelegen hatten und ob ein Zusammenhang zu später auftretendem Prostatakrebs herzustellen war. 

Tatsächlich waren bei den später an Prostatakrebs Erkrankten in der Biopsie, die teilweise lange vor der Krebsdiagnose durchgeführt worden war, häufiger Entzündungszeichen im Gewebe zu erkennen. Im Durchschnitt waren knapp sechs Jahre bei den späteren Prostatakrebspatienten zwischen der Biopsie und der Krebsdiagnose vergangen.

Zum ersten Mal, so die Studienautoren, habe damit in einer Studie nachgewiesen werden können, dass eine Entzündung des Prostatagewebes die Krebsentstehung beeinflusst.

 

Quelle:

Platz, E. A. et al.: A Prospective Study of Chronic Inflammation in Benign Prostate Tissue and Risk of Prostate Cancer: Linked PCPT and SELECT Cohorts. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Juli 2017, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-17-0503

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.08.2017 16:14