Entstehung von Eierstockkrebs: Entzündungen als Motor

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Die Vermutung, dass chronische Entzündungen der Ausgangspunkt für die Entstehung von Eierstockkrebs sein können, wird durch Ergebnisse einer neuen Studie bestätigt

Der Entstehung von Krebs liegen oft anhaltende Entzündungen zugrunde. So auch bei Eierstockkrebs, wie sich durch die Ergebnisse einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention bestätigte. Bestimmte Parameter im Blut, die akute oder chronische Entzündungen anzeigen, stellten sich bei stark übergewichtigen Frauen sogar als Risikofaktoren für die Krankheit heraus.

In der Fall-Kontrollstudie werteten die Forscher Daten von Patientinnen mit Eierstockkrebs und nicht daran erkrankten Frauen aus. Es zeigte sich, dass hohe Werte von C-reaktivem Protein (CRP) im Blut gegenüber niedrigen Werten mit einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs einhergingen. Dieser Zusammenhang bestand vor allem bei Frauen mit einem großen Taillenumfang, der auf einen hohen Anteil an Bauchfett schließen lässt. Auch Erhöhungen von IL6, ebenfalls ein Entzündungsmarker, waren bei sehr dicken Frauen mit einem erhöhten Eierstockkrebsrisiko verbunden.

Nach Ansicht der Studienautoren bestätigten die Ergebnisse die Vermutung, dass ein entzündliches Milieu die Entstehung bösartiger Zellen in den Eierstöcken vorantreiben könne.

 

Quelle:

Ose, J. et al.: Inflammatory Markers and Risk of Epithelial Ovarian Cancer by Tumor Subtypes: The EPIC Cohort. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 8. April 2015, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-14-1279-T

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.05.2017 17:55