Enddarmkrebs: Körperliche Bewegung vor der Operation

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Verbessert die Fitness und steigert die Wirksamkeit einer neoadjuvanten Chemostrahlentherapie.

Eine gute körperliche Fitness zahlt sich aus: Wird sie durch ein Bewegungsprogramm gesteigert, unterstützt das bei einer Erkrankung an Enddarmkrebs die Effizienz einer neoadjuvanten Chemostrahlentherapie vor der Operation. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

An der Studie nahmen Patienten mit Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) teil, die eine neoadjuvante kombinierte Chemostrahlentherapie erhielten, um die Aussichten der dann folgenden Operation zu steigern. Vor dem chirurgischen Eingriff nahmen die Patienten an einem sechswöchigen Trainingsprogramm teil, bei dem unter anderem die Ausdauer trainiert wurde.

Erwartungsgemäß war die neoadjuvante Chemostrahlentherapie für die Patienten eine starke Belastung. Doch konnte durch das Trainingsprogramm einiges wettgemacht werden – die Ausdauerwerte und damit die Fitness der Patienten verbesserten sich in der Folge wieder. In den bildgebenden Untersuchungen zur Wirksamkeit der Chemostrahlentherapie zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang des Tumorgewebes – signifikant mehr als bei Patienten, die sich nicht diesem Trainingsprogramm vor der Operation unterzogen.

Offenbar können Patienten mit Enddarmkrebs, die vor der Operation eine neoadjuvante Chemostrahlentherapie durchführen, mithilfe eines Trainingsprogramms ihre Fitness verbessern und die Wirksamkeit der Chemostrahlentherapie steigern, so die Studienautoren. 

 

Quelle:

West M A et al. Exercise prehabilitation may lead to augmented tumor regression following neoadjuvant chemoradiotherapy in locally advanced rectal cancer. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Februar 2019, https://doi.org/10.1080/0284186X.2019.1566775   

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.11.2019 17:15