Einsatz von PET bei Lymphomen

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In der ambulanten Versorgung und im Krankenhaus darf die PET/CT künftig als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in der Diagnostik bestimmter Lymphome eingesetzt werden.

Bei bestimmten Krebserkrankungen des lymphatischen Systems, sogenannten Lymphomen, darf in der ambulanten Versorgung in Deutschland künftig als diagnostische Methode die kombinierte Positronenemissionstomographie /Computertomographie (PET/CT) auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen angewendet werden, um Therapieentscheidungen zu treffen. Diesen Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA). Für die Behandlung der Patienten im Krankenhaus wurde der Einsatz der Methode bestätigt.

Sowohl im Krankenhaus als auch in medizinischen Praxen darf die PET/CT demnach künftig bei Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom angewendet werden, die zwei Zyklen leitliniengerechter Chemotherapie erhalten haben. Mit der Methode kann das aktuelle Krankheitsstadium nach dieser Vorbehandlung beurteilt und eventuell eine Verkürzung der Chemotherapie entschieden werden. Für die Fälle, in denen die Chemotherapie fortgeführt wird, lassen sich mit dem Ergebnis der PET/CE die erforderliche Dosis und die Behandlungsintervalle besser planen.

Zudem darf die PET/CT bei Kindern und Jugendlichen mit malignem Lymphom angewendet werden, um bei der Erstdiagnose zu klären, ob bereits das Knochenmark befallen ist oder nicht. Auf diese Weise lässt sich in vielen Fällen eine Knochenmarkpunktion vermeiden. Auch kann im weiteren Verlauf mit der Methode geprüft werden, ob noch Strahlentherapie notwendig ist oder nicht.

PET ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem eine geringe Menge radioaktiv markierter Substanzen, meist bestimmte Zucker, gespritzt wird. Diese reichern sich vor allem in stoffwechselaktiven Bereichen an, zu denen bösartiges Tumorgewebe gehört. Auch Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen lassen sich damit darstellen. Wenn die Krebstherapie anschlägt, geht der Zuckerverbrauch zurück, was sich im PET-Bild niederschlägt. Die PET wird mit der CT kombiniert, um die Organgrenzen gut darzustellen.

 

Quelle:

Pressemitteilung des G-BA vom 17. Mai 2018

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 16.10.2018 14:43