Ein Melanom oder mehrere: Per se kein Unterschied für die Prognose

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

In einer Studie konnten Wissenschaftler keine Unterschiede in den Überlebenszeiten von Patienten mit einem oder mehreren Melanomen feststellen.

Bei manchen Patienten wird bei einer Hautuntersuchung nicht nur ein malignes Melanom, also schwarzer Hautkrebs, festgestellt, sondern gleich mehrere. Eine gute Nachricht dazu kam jetzt von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology: Die Betroffenen müssen offenbar nicht befürchten, dass sie eine ungünstigere Prognose als Patienten mit nur einem malignen Melanom haben.

In der Studie analysierten die Forscher Daten von insgesamt mehr als 14.100 Personen, die zwischen 1973 und 2011 in Utah, USA, wegen eines Melanoms behandelt worden waren. Verglichen wurden die Krankheitsverläufe bei Patienten mit nur einem Melanom und solchen mit mehreren Melanomen. Dabei stellte sich in den Überlebensdaten kein Unterschied zwischen den beiden Patientengruppen heraus. Dies galt auch, wenn nur solche Tumoren berücksichtigt wurden, die schon „invasiv“, also über ihren Ursprungsort hinaus in angrenzende Gewebe eingewachsen waren.

Offenbar, so die Studienautoren, müssen Patienten, bei denen mehrere maligne Melanome festgestellt werden, nicht mit einer per se schlechteren Prognose rechnen.

 

Quelle:

Grossman D et al. Similar survival of patients with multiple versus single primary melanomas based on Utah Surveillance, Epidemiology, and End Results data (1973-2011). Journal of the American Academy of Dermatology 2018, 79(2):238-44

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Basis-Infos für Patienten zum Thema Hautkrebs

Weitere Nachrichten zum Thema Hautkrebs

Zurück

Aktualisiert am: 18.10.2018 16:33