Effekte der Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV)

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Seit Einführung der HPV-Impfung sank in den USA die Zahl der Fälle an Gebärmutterhalskrebs besonders bei Mädchen und jungen Frauen.

Seit Einführung der Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) hat sich in den USA die Zahl der Fälle an Gebärmutterhalskrebs bei jungen Frauen offenbar verringert. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher werteten Daten zur Häufigkeit von Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen des Gebärmutterhalses bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 15 bis 29 Jahren während des Zeitraums 1999 bis 2017 aus. Dabei stützten sie sich auf ein bevölkerungsbasiertes Krebsregister. 

Sie stellten fest, dass sich die Zahl der Fälle an Gebärmutterhalskrebs während des Untersuchungszeitraums verringert hatte. Am stärksten fiel dieser Rückgang bei den 15- bis 20-Jährigen aus, am geringsten bei den 25- bis 29-Jährigen. Allein in den Jahren 2011 bis 2017 nahm beispielsweise die Häufigkeit von Plattenepithelkarzinomen des Gebärmutterhalses bei den 15- bis 20-Jährigen um jährlich 22,5% ab. Aber auch die Häufigkeit von Adenokarzinomen ging zurück.

Nach Ansicht der Studienautoren hätten Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren offenbar besonders stark von der Einführung der HPV-Impfung profitiert. Dabei handelt es sich um eine Altersgruppe, in der das Früherkennungsscreening typischerweise noch seltener durchgeführt als bei den nachfolgenden Altersgruppen.

 

Quelle:

Mix JM et al. Assessing Impact of HPV Vaccination on Cervical Cancer Incidence in Women 15-29 years in the United States, 1999-2017: An Ecologic Study. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Oktober 2020, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-20-0846

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 04.12.2020 14:45