Drohendem Gewichtsverlust bei Kopf-Halstumoren vorbeugen

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Spezielle Trainings- und Ernährungsmaßnahmen können helfen, den drohenden Verlust an Skelettmuskulatur aufzuhalten.

Patienten, die an einem bösartigen Tumor im Kopf-Halsbereich erkranken, verlieren aufgrund von Ernährungsschwierigkeiten im Laufe der Krankheit oftmals unfreiwillig an Körpergewicht, insbesondere an Muskelmasse. Gezieltes Muskeltraining und eine spezielle Ernährung während der Strahlentherapie können dem vorbeugen, wie die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer zeigen.

An der Studie nahmen 41 Patienten mit Kopf-Halstumor teil. Für sie wurde ein spezieller Trainings- und Ernährungsplan während oder nach der Strahlentherapie entwickelt. Der Trainingsplan umfasste Übungen zur Verbesserung der Ausdauer, im Ernährungsplan standen Nahrungsergänzungsmittel, um die fehlenden Nährstoffe zu ersetzen und Mangelerscheinungen auszugleichen. Die Maßnahmen während der Strahlentherapie wurden in der Klinik umgesetzt, die Maßnahmen danach in einem Rehabilitationszentrum. Wöchentlich wurden die Pläne für jeden Patienten erneut überprüft, unmittelbar vor und nach der Strahlentherapie sowie zwei Monate danach wurde die Muskelmasse bestimmt.

90 Prozent der Patienten blieben bis zum Ende der Strahlentherapie in den Maßnahmen, die während der Behandlung geplant waren, 52 Prozent führten die Maßnahmen nach der Strahlentherapie durch. Das körperliche Training und die zusätzlichen Ernährungsmaßnahmen während oder nach der Strahlentherapie zahlten sich aus: In beiden Fällen verloren die Betroffenen weniger an Muskelmasse. 

Nun müsse nach Ansicht der Studienautoren in weiteren Studien geklärt werden, wie intensiv beispielsweise ein körperliches Training ausgeweitet werden kann, um die bestmöglichen Effekte zu erzielen.

 

Quelle:

Sandmæl, J. A. et al.: Feasibility and preliminary effects of resistance training and nutritional supplements during versus after radiotherapy in patients with head and neck cancer: A pilot randomized trial. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 31. Juli 2017, DOI: 10.1002/cncr.30901

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18