Die Wirkung der antihormonellen Therapie bei Prostatakrebs verstärken

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Dies scheint mit einem Wirkstoff, der Zytochrom P-450c17 hemmt, erfolgreich zu gelingen.

Wenn bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs zusätzlich zur antihormonellen Therapie plus üblichen Chemotherapie noch ein bestimmter weiterer Wirkstoff hinzugefügt wird, kann die Krankheit über einen langen Zeitraum aufgehalten werden. Das zeigen die ersten Zwischenergebnisse der Phase III-Studie PEACE-1, die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden.

Der neue Wirkstoff hemmt das Enzym Zytochrom P-450c17, das eine entscheidende Rolle bei der körpereigenen Synthese von Testosteron spielt. Durch die Hemmung des Enzyms wird die Wirkung der antihormonellen Therapie bei Prostatakrebs unterstützt, durch die das weitere Wachstum des Tumors gestoppt werden soll. In der aktuellen Studie erhielten Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem Prostatakarzinom eine antihormonelle Therapie plus die übliche Chemotherapie, ein Teil von ihnen außerdem den neuen Wirkstoff.

Wie sich zeigte, verbesserte sich unter der Dreifachtherapie das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, um ca. 2,5 Jahre und damit deutlich. Von den Vorteilen profitierten alle Untergruppen von Patienten. Auch erwies sich die Therapie kurzfristig als weitgehend verträglich. Über eventuelle Langzeitkomplikationen und darüber, ob die zusätzliche Therapie auch die generelle Überlebenszeit verlängern kann, ließen sich derzeit noch keine Aussagen treffen.

 

Quelle:

Fizazi K et al. A phase 3 trial with a 2x2 factorial design of abiraterone acetate plus prednisone and/or local radiotherapy in men with de novo metastatic castration-sensitive prostate cancer (mCSPC): First results of PEACE-1. J Clin Oncol 39, 2021 (suppl 15; abstr 5000)

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 23.07.2021 16:51