Die Haut vor der Sonne gut schützen

Guter Sonnenschutz senkt die Gefahr von hellem und schwarzem Hautkrebs.  

Hautkrebs, vor allem der helle, sogenannte nicht-melanozytäre Hautkrebs, ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung. Der bedeutendste Risikofaktor für die Erkrankung ist bekannt, es ist übermäßige Sonnenbestrahlung. Wie man sich am besten vor zuviel Sonne schützen kann, fassten Wissenschaftler in einem Artikel in der Fachzeitschrift ästhetische dermatologie & kosmetologie zusammen.

Das Sonnenlicht ist für den menschlichen Körper essentiell. Nur wenn genügend UV-B-Strahlen die Haut erreichen, kann genügend Vitamin D gebildet werden. Vitamin D wiederum spielt im Knochenstoffwechsel eine entscheidende Rolle, weshalb es bei einem Mangel zu Rachitis und Knochenverformungen kommen kann. 

Doch unbestritten ist ein zuviel an UV-Licht für die Haut gefährlich, vorzeitige Hautalterung, Sonnenbrand und chronische Hautschäden bis hin zu hellem oder schwarzem Hautkrebs können die Folge sein. Deshalb ist es auch nötig, sich vor intensiver Sonnenbestrahlung zu schützen. Der physiologische Schutz, den die Haut selbst bildet, die Hautbräune, reicht nur bedingt aus. Bei besonders hellen Hauttypen ist er schon rasch erschöpft, bei dunkleren Hauttypen etwas später. 

In jedem Falle sollte die Haut deshalb zusätzlich geschützt werden. Dies beginnt mit entsprechender Kleidung: Dicht gewebte und UV-undurchlässige Kleidung, die die gefährdeten Hautpartien bedeckt, bietet guten Schutz. Dabei können dunkle Textilien besser schützen als helle. Auf unbedeckte Haut sollte Sonnencreme mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie stark eine Sonnencreme die Hautrötungsschwelle anzuheben vermag, wieviel länger sich jemand also nach dem Auftragen in der Sonne aufhalten kann, ohne dass die Haut rot wird. Die absolute Zeit hängt dabei vom Hauttyp ab. Sonnencremes mit LSF 50 zum Beispiel erreichen eine Reduktion der UV-Strahlung um 98 Prozent. Nach dem Baden sollte der Hautschutz regelmäßig erneuert werden.

Auch die Augen sollten im Übrigen vor der Sonne geschützt werden – Ärzte empfehlen bei starker Sonneneinstrahlung das Tragen einer Sonnenbrille. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gläser entsprechende Gütesiegel tragen, damit sie auch wirklich vor der UV-Strahlung schützen können.

 

Quelle:

Jacobi A & Jacobi C. Lichtschutz, Screening, Aufklärung. Hautkrebsprävention. ästhetische dermatologie & kosmetologie 2019, 03:32-42

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.09.2019 16:42