Die Haut gut vor der Sonne schützen

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Der Zusammenhang von UV-Licht und Hautkrebs ist bekannt. Beim Aufenthalt im Freien sollte die Haut deshalb gut vor der Sonne geschützt werden. 

Der Zusammenhang zwischen UV-Licht und der Entstehung von Hautkrebs ist inzwischen hinlänglich bekannt. Doch noch immer vernachlässigen viele Menschen einen ausreichenden Hautschutz, wenn sie sich im Freien aufhalten. Nicht alle wissen, wie schädlich die UV-Strahlung sein kann, zudem gilt gebräunte Haut als schick und ein Zeichen für Gesundheit und Erholung. Doch die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand – Jahre später können sich aus den Schäden, die bei einem Sonnenbrand entstehen, bösartige Hauttumoren entwickeln. UV-Licht gilt als der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von hellem und schwarzem Hautkrebs. In einem aktuellen Artikel in der Fachzeitschrift hautnah dermatologie erklären Wissenschaftler, was es beim Schutz der Haut vor der Sonne zu beachten gilt.

Demnach sollte zuvörderst der Aufenthalt in der prallen Sonne gemieden werden. Bei längerem Verweilen im Freien empfiehlt es sich immer, einen Schattenplatz zu suchen. Besten Lichtschutz gibt zudem bedeckende Kleidung. So werden mit Textilien UV-Schutzfaktoren erreicht, die weit über denen von Sonnencremes liegen. Dies gilt allerdings nicht für jedes Kleidungsstück gleichermaßen. Durch helle Baumwoll-T-Shirts beispielsweise können etwa 10 bis 20 Prozent der UV-Strahlung hindurch auf die Haut gelangen, im feuchten Zustand erhöht sich die Durchlässigkeit sogar um 50 Prozent oder mehr. Wie gut ein Kleidungsstück vor der Sonne schützen kann, hängt wesentlich davon ab, woraus seine Fasern bestehen, welche Farbe es hat und wie es gewebt ist. Je dichter gewebt und je dunkler ein Stoff ist, desto besser schützt er vor der UV-Strahlung. 

Damit ein Kleidungsstück überhaupt vor der Sonne schützen kann, muss es die Haut natürlich bedecken. Dies gilt auch für den Kopf, weshalb eine gute Kopfbedeckung mit möglichst breiter Krempe zu empfehlen ist.

Bei der Auswahl einer Sonnencreme ist auf den sogenannten Lichtschutzfaktor LSF zu achten, der bei entsprechenden Cremes angegeben wird. Er gibt an, um wieviel länger sich eine Person nach dem Eincremen in der Sonne aufhalten kann, ohne dass ein Sonnenbrand entsteht. Der LSF gibt damit an, wie gut die Creme vor der Sonnenbrand-auslösenden UV-B-Strahlung schützt. Zu anderen Hautschäden lässt sich anhand des LSF allerdings nichts ablesen. Sonnencremes sollten auch vor UV-A-Strahlung schützen. Hierzu gibt es derzeit allerdings noch keine Kennzeichnungspflicht.

Eine Sonnencreme sollte möglichst dick auf die Haut aufgetragen werden, ihre Anwendung ist bei längerem Aufenthalt im Freien mehrfach täglich zu wiederholen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Sonnenschutzcremes sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten.

 

Quelle:

Mang R et al. Hilfestellung zur Beurteilung von Sonnenschutzprodukten. Lichtschutzberatung für die Praxis. hautnah dermatologie 2020;36(3):32-6

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 02.07.2020 14:59