Die antihormonelle Therapie in ihrer Wirkung bei fortgeschrittenem Brustkrebs verstärken

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Eine zusätzliche CDK4/6-Hemmung kann die Überlebenszeiten verlängern.

Frauen, die vor oder während der Wechseljahre an fortgeschrittenem hormonempfindlichem HER2-negativem Brustkrebs erkranken, können unter Umständen davon profitieren, wenn zur antihormonellen Therapie ein sogenannter CDK4/6-Hemmer (cyclinabhängige Kinase 4 und 6) hinzugefügt wird. Die Zwischenanalyse einer Studie ergab, dass sich nicht nur das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschreitet, verbessert, sondern auch das Gesamtüberleben. Die Ergebnisse dieser Analyse erschienen in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

Die Daten von 672 Patientinnen, die an der Studie teilnahmen, wurden in die Analyse einbezogen. Alle erhielten eine antihormonelle Therapie mit einem GnRH-Analogon und entweder einem Aromatasehemmer oder einem Antiöstrogen. Dazu wurde bei einigen Patientinnen ein CDK4/6-Hemmer hinzugefügt, die anderen erhielten stattdessen ein Scheinmedikament (Placebo). CDK4/6-Hemmer hemmen die cyclinabhängigen Kinasen 4 und 6 - Enzyme, die am Zellzyklus und Zellwachstum beteiligt sind.

Die Zugabe des CDK4/6-Hemmers bewirkte eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens. So waren nach dreieinhalb Jahren in der mit dem CDK4/6-Hemmer behandelten Gruppe noch 70 Prozent der Patientinnen am Leben, in der Placebogruppe waren es 46 Prozent. Auch verlängerte sich die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt.

Die Zugabe des CDK4/6-Hemmers zur antihormonellen Therapie lohnte sich damit für die Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Voraussetzung für die Behandlung ist die Hormonempfindlichkeit der Tumoren.

 

Quelle:

Im S-A et al. Overall Survival with Ribociclib plus Endocrine Therapy in Breast Cancer. New England Journal of Medicine 2019;381:307-16

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24