Die antihormonelle Therapie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs verstärken

Nachricht vom 4.3.2022

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Die Überlebensaussichten können dadurch verbessert werden.

Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs, der sich bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet hat, können davon profitieren, wenn sie zur üblichen antihormonellen Therapie und Chemotherapie noch einen weiteren Androgenrezeptorhemmer dazu erhalten. Das zeigen die Ergebnisse einer internationalen Phase III-Studie, die in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 1.306 Patienten mit metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakrebs teil. Sie erhielten die übliche Therapie zur Unterdrückung der Wirkung männlicher Sexualhormone (Androgenunterdrückungstherapie) und eine Chemotherapie. Zusätzlich erhielten sie entweder einen weiteren Androgenrezeptorhemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo). 

Die Anwendung des zusätzlichen Androgenrezeptorhemmers senkte gegenüber dem Placebo das Sterberisiko signifikant und verschaffte den Betroffenen signifikante Überlebensvorteile. Hinsichtlich der Nebenwirkungen gab es zwischen den Behandlungsgruppen keine nennenswerten Unterschiede, am häufigsten trat ein Rückgang der weißen Blutkörperchen auf (Neutropenie), was vermutlich auf das Konto der Chemotherapie geht.

Die Gabe eines weiteren Androgenrezeptorhemmers zur üblichen Androgenunterdrückungstherapie und Chemotherapie könne bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs offenbar das Gesamtüberleben verbessern, ohne mehr Nebenwirkungen zu bringen, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Smith MR et al. Darolutamide and Survival in Metastatic, Hormone-Sensitive Prostate Cancer. New England Journal of Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 17. February 2022, DOI: 10.1056/NEJMoa2119115

 

(KvK)

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