Diabetes mellitus bei Brustkrebserkrankung ungünstig

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Die Sterblichkeit ist erhöht, wenn vor oder nach einer Brustkrebsdiagnose Diabetes mellitus Typ 2 auftritt.

Diabetes mellitus Typ 2, die „Zuckerkrankheit“, ist mit einer ungünstigeren Prognose bei einer Brustkrebserkrankung verbunden – und dies offenbar unabhängig davon, ob der Diabetes bereits vor oder erst nach der Brustkrebsdiagnose eingetreten ist. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler in einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

In der Studie wurden die Daten von 9.398 Frauen ausgewertet, bei denen zwischen 1998 und 2007 Brustkrebs diagnostiziert worden war. Den Analysen zufolge hatten die Patientinnen, die schon vor der Brustkrebsdiagnose an Diabetes mellitus Typ 2 gelitten hatten, ein höheres Risiko, an der Brustkrebserkrankung zu versterben, als Nicht-Diabetikerinnen. Doch auch wenn sich der Diabetes erst nach der Brustkrebsdiagnose manifestierte, war das Sterberisiko erhöht. Der Effekt zeigte sich unabhängig davon, ob die Frauen die Wechseljahre schon hinter sich hatten oder nicht, ob sie stark übergewichtig waren, ob der Tumor empfindlich auf Östrogene oder Progesteron reagierte und in welchem Stadium sich der Tumor befand.

Beim Typ 2-Diabetes, früher „Altersdiabetes“ genannt, weil er im Gegensatz zum Typ 1-Diabetes bevorzugt erst nach dem 40. Lebensjahr auftrat, sprechen die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin an, sodass der Blutzucker dauerhaft erhöht ist.

 

Quelle:

Shao S et al. Diabetes and Overall Survival among Breast Cancer Patients in the U.S. Military Health System. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Dezember 2017, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-17-0439

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Basis-Infos für Patienten zum Thema Brustkrebs

Weitere Nachrichten zum Thema Brustkrebs

Themen:

Zurück

Aktualisiert am: 23.10.2018 21:01