Der lange Weg zurück

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Nach einer Prostatakrebserkrankung kehren die meisten ins Berufsleben zurück. 

Es war eine gute Nachricht, die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift BMC Cancer zu vermelden hatten: Ein großer Anteil derer, die eine Erkrankung an Prostatakrebs überleben, kehren nach Beendigung der Therapie ins Berufsleben zurück. Dennoch bleiben laut einer Studie einige, die mehr Unterstützung bei dem mitunter langen und mühsamen Weg zurück in den Alltag benötigen.

In der Untersuchung waren 711 Prostatakrebspatienten, die operiert worden waren, zu Beginn, am Ende und zwölf Monate nach der Rehabilitationsmaßnahme zu ihrem Befinden befragt worden. Erfasst wurde unter anderem, ob und wann sie ins Arbeitsleben zurückgekehrt waren. 

Dies gelang 87 Prozent der Befragten innerhalb von zwölf Monaten. Die übrigen 13% waren entweder krankgeschrieben oder arbeitslos oder erhielten eine Alters- oder Berufsunfähigkeitsrente. Ältere Patienten und Patienten mit einem höheren Tumorstadium hatten größere Schwierigkeiten, ins Berufsleben zurückzukehren. Doch noch stärker wirkten offenbar die Selbstzweifel: Männer, die schon zu Beginn der Rehabilitationsmaßnahme angaben, sich nicht arbeitsfähig zu fühlen oder sich nicht sicher zu sein, ob sie an ihren bisherigen Arbeitsplatz werden zurückkehren können, hatten das größte Risiko, entweder erst spät oder gar nicht mehr in die Arbeit einzusteigen.

Es sei deshalb nach Ansicht der Studienautoren nötig zu erkennen, wer nach einer Prostatakrebserkrankung eine intensivere Unterstützung benötigt, um den mitunter schwierigen Weg in den beruflichen Alltag zurück zu bewältigen.

 

Quelle:

Ullrich A et al. Return to work in prostate cancer survivors – findings from a prospective study on occupational reintegration following a cancer rehabilitation program. BMC Cancer 2018, 18:751; https://doi.org/10.1186/s12885-018-4614-0

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 13:16