Das Körpergewicht halten

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Untergewicht und eine starke Gewichtsabnahme vor der Diagnose sind bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit einer ungünstigeren Prognose verbunden.

Übergewicht beeinträchtigt bei vielen Krebsarten die Prognose. Doch auch ein starker Gewichtsverlust kann sich ungünstig auswirken: Wie Wissenschaftler anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der American Association of Cancer berichteten, ist bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eine große Gewichtsabnahme im Jahr vor der Diagnose mit einem erhöhten Risiko verbunden, an der Erkrankung zu versterben.

Die Forscher untersuchten den Krankheitsverlauf bei mehr als 2.500 Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und stellten diesen zum Körpergewicht in Beziehung. 45 Prozent der Teilnehmer hatten bei der Diagnose einen Body Mass Index (BMI) von 18,5 bis 24,9, galten somit als normalgewichtig. Der Verlust von mindestens 10 Prozent des Körpergewichts im Jahr vor der Lungenkrebsdiagnose war mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Ebendies galt für Untergewicht, also einen BMI von unter 18,5. Übergewichtige und fettleibige Personen hingegen (BMI von über 25 bzw. 35) hatten kein erhöhtes Risiko, an der Erkrankung zu versterben.

In weiteren Studien müsse untersucht werden, ob Maßnahmen, mit denen das Körpergewicht stabilisiert wird, die Überlebenschancen bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs verbessern können, so die Studienautoren.


Quelle:
Hejleh, T. A. et al.: The effect of body mass index (BMI) on non-small cell lung cancer (NSCLC) mortality.. Journal of Clinical Oncology 2014, 32 (suppl; abstr e19041)


Mehr über Lungenkrebs erfahren Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


(kvk)

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Aktualisiert am: 29.05.2017 12:31