Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs im höheren Lebensalter

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Offenbar können mit der vorbeugenden Darmspiegelung auch im höheren Lebensalter das Risiko für Darmkrebs und das Sterberisiko an der Erkrankung gesenkt werden.

Auch ältere Menschen jenseits der 75 Jahre können von einer Darmspiegelung (Koloskopie) zur Vorbeugung und Früherkennung von Darmkrebs profitieren, wenn sie noch fit sind. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

In der Studie wurden die Daten von 56.374 Personen ausgewertet, die mindestens 75 Jahre alt waren, darunter knapp zwei Drittel Frauen und gut ein Drittel Männer. 661 Darmkrebsfälle und 323 Todesfälle wegen Darmkrebs traten im Beobachtungszeitraum zwischen 1988 bis 2016 auf. Eine Darmspiegelung entweder des gesamten Darms oder des Sigmoids im Screening waren mit einem verringerten Risiko für Erkrankungen an Darmkrebs und mit einem verringerten Sterberisiko im Falle einer Erkrankung verbunden. Nur für Personen, die an Herzkreislauferkrankungen litten oder andere schwere Erkrankungen hatten, konnte kein erniedrigtes Sterberisiko an Darmkrebs nach Screeninguntersuchungen festgestellt werden.

Die Ergebnisse zeigten, dass rüstige und weitgehend gesunde ältere Menschen ab 75 Jahren noch immer vom Darmkrebsscreening mittels Spiegelung profitieren können, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Ma W et al. Association of Screening Lower Endoscopy With Colorectal Cancer Incidence and Mortality in Adults Older Than 75 Years. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Mai 2021, doi:10.1001/jamaoncol.2021.1364

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 14.06.2021 13:16