Darmkrebs: Sport verbessert die Fitness

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In einer Studie wird untersucht, inwiefern ein strukturiertes Trainingsprogramm Darmkrebspatienten langfristig dazu anregt, sich körperlich viel zu bewegen, und welchen Einfluss das auf die Prognose bei der Erkrankung hat.

Maßvoll betriebener Sport, angepasst an die körperlichen Gegebenheiten, verbessert die allgemeine Fitness und das Befinden – auch bei Krebspatienten und auch bei Patienten mit Darmkrebs, wie aus einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention hervorgeht.

An der Studie hatten in den Jahren 2009 bis 2014 273 Patienten mit Hochrisiko-Darmkrebs im Stadium II oder III aus 42 Zentren in Kanada und Australien teilgenommen. Sie führten entweder ein strukturiertes Bewegungstraining durch oder erhielten Aufklärungsmaterial mit Informationen zu gesundem Verhalten. 

Bei der ersten Zwischenanalyse nach einem Jahr hatte sich die Fitness der Teilnehmer am Übungsprogramm deutlich verbessert, sie bewegten sich auch außerhalb des längst abgeschlossenen Bewegungsprogramms erheblich mehr als die Patienten, die lediglich über mögliche Vorteile körperlicher Bewegung aufgeklärt worden waren, und erzielten in Tests bessere Ergebnisse (zum Beispiel im Sechs-Minuten-Gehtest). 

Nun müsse, so die Studienautoren, im weiteren Verlauf der Einfluss der körperlichen Aktivität auf die Prognose der Darmkrebserkrankung untersucht werden.

 

Quelle:

Courneya, K. S. et al.: Effects of a structured exercise program on physical activity and fitness in colon cancer survivors: One year feasibility results from the CHALLENGE Trial. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 8. April 2016, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-15-1267

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.10.2017 10:31