Darmkrebs: Lebensstil mit Anteil

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Experten vermuten, dass ein nicht unerheblicher Teil der Darmkrebsfälle bei Frauen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden könnte 

Darmkrebs tritt nicht nur auf, weil an bestimmten Genen Veränderungen auftreten, die die Erkrankung begünstigen. Auch der Lebensstil hat maßgeblichen Einfluss auf die Krankheitsentstehung. Wie Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology berichteten, könnte bei Frauen ein nicht unerheblicher Teil der Darmkrebsfälle verhindert werden, wenn diese die Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und einen gesunden Lebensstil pflegen würden.

In der Studie wurden Krankenschwestern über einen langen Zeitraum bezüglich ihres Gesundheitszustands begleitet. Die Forscher definierten eine Gruppe mit einem niedrigen Risiko für Darmkrebs: Frauen, die einen Body Mass Index (BMI) von weniger als 25 kg/m2 hatten, regelmäßig körperlich aktiv waren (mit mindestens 21 metabolischen Äquivalenten pro Woche), höchstens 30 g pro Tag Alkohol tranken, vor dem 30. Lebensjahr weniger als 10 Packungsjahre geraucht hatten, mindestens 15 Jahre lang viele Vitamine zu sich genommen hatten und pro Tag mindestens 700 mg Kalzium konsumierten. Verglichen mit diesen Frauen mit dem niedrigsten Risiko erkrankten alle anderen Frauen signifikant häufiger. 

Vermutlich, so berechneten die Forscher, könnten 37 Prozent, also mehr als ein Drittel aller Darmkrebsfälle bei Frauen verhindert werden – ein bestimmter Lebensstil und die Teilnahme am Vorsorgescreening vorausgesetzt.

 

Quelle:

Erdrich, J. et al.: Proportion of colon cancer attributable to lifestyle in a cohort of US women. Cancer Causes and Control, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Juni 2015, 10.1007/s10552-015-0619-z

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.06.2017 16:10