Darmkrebs bei jüngeren Patienten

Mitunter ist es schon die zweite Krebserkrankung.

Die Häufigkeit von Darmkrebs nimmt unter jüngeren Patienten seit geraumer Zeit zu. Und wie bei älteren auch kann die Erkrankung bei ihnen als zweite Krebserkrankung nach einer ersten anderen auftreten. Obwohl die Tumoren oft in einem früheren Stadium entdeckt werden als Tumoren, die die erste Krebserkrankung sind, gehen sie offenbar mit einer ungünstigeren Prognose einher, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer berichteten.

In der Studie wurden aus einer großen Datenbank die Daten von 41.915 Patienten unter 50 Jahren identifiziert und analysiert. 6,8 Prozent davon waren an Darmkrebs als zweiter Krebserkrankung erkrankt. Im Vergleich zu denen, bei denen Darmkrebs die erste Krebserkrankung war, wurden ihre Darmtumoren in einem früheren Stadium entdeckt und betrafen häufiger den rechten Dickdarmabschnitt.

Die Prognose war bei den Patienten mit Darmkrebs als zweiter Krebserkrankung ungünstiger – und das, obwohl die Operation bei ihnen oft deutlich radikaler ausfiel als bei Patienten, bei denen Darmkrebs die erste Krebserkrankung war. Jedoch waren ihre Überlebensaussichten besser, wenn sie eine Chemotherapie erhielten.

Nun müsse nach Ansicht der Studienautoren in weiteren Studien geklärt werden, ob die beobachteten Unterschiede in der Prognose eine Folge unterschiedlichen Therapievorgehens seien oder auf Differenzen in der Biologie der Tumoren zurückgingen.

 

Quelle:

Teng A et al. Colon cancer as a subsequent malignant neoplasm in young adults. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 10. Juli 2019, https://doi.org/10.1002/cncr.32325

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 23.08.2019 15:31