Chronische myeloische Leukämie: Nur noch geringe Einbußen in der Lebenserwartung

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Dank der neuen Therapien hat sich die Lebenserwartung von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie derjenigen der nicht daran Erkrankten fast angeglichen.

Nachdem in der Therapie der chronischen myeloischen Leukämie (CML) der Tyrosinkinasehemmer Imatinib eingeführt worden ist, haben sich die Überlebensaussichten bei der Erkrankung erheblich verbessert. Inzwischen gibt es weitere Generationen von Tyrosinkinasehemmern wie Nilotinib und Dasatinib mit teilweise noch besserer Wirksamkeit. Schwedische Wissenschaftler untersuchten nun, wie sich die neue Behandlung auf die Lebenserwartung von CML-Patienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung in Schweden ausgewirkt hat.

Sie berücksichtigten die Daten von 2.662 Patienten, die zwischen 1973 und 2013 die Diagnose chronische myeloische Leukämie bekamen. Im Laufe dieses Zeitraums erhöhte sich die Lebenserwartung der Erkrankten enorm, am stärksten bei den jüngsten Patienten. 

Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung büßten Patienten, bei denen eine CML im Jahr 2013 festgestellt wurde, im Durchschnitt nur noch drei Jahre ihrer Lebenszeit ein. Damit, so die Studienautoren, habe sich dank der Einführung der zielgerichteten Therapie mit Tyrosinkinasehemmern nebst der Weiterentwicklung der allogenen Stammzelltransplantation und weiteren Faktoren die Lebenserwartung von CML-Patienten derjenigen gleichaltriger nicht Erkrankter aus der Allgemeinbevölkerung angenähert.

 

Quelle:

Bower, H. et al.: Life Expectancy of Patients With Chronic Myeloid Leukemia Approaches the Life Expectancy of the General Population. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Juni 2016, doi: 10.1200/JCO.2015.66.2866

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 20.10.2017 09:43