Chronische myeloische Leukämie: Lebensqualität im Fokus

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Bei einer Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer verbessern sich das Befinden und die Lebensqualität der Betroffenen recht schnell.

Bei chronischer myeloischer Leukämie (CML) kann eine gezielte Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer die Überlebenszeit deutlich verlängern. Doch wie wirkt sich die Behandlung auf die Lebensqualität der Betroffenen aus? Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer neuen Studie nach, deren Ergebnisse sie nun in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlichten.

Derzeit gilt die Behandlung mit einem Tyrosinkinasehemmer nach der Diagnose CML als Therapie der Wahl. Einer der eingesetzten Wirkstoffe ist Nilotinib. Auch die 130 Patienten der neuen Studie, die in mehreren Zentren durchgeführt wurde, wurden damit behandelt. Ihre Erkrankung befand sich in der sogenannten chronischen Phase, die am Anfang einer CML steht, und in der die Krankheit bei den meisten Patienten diagnostiziert wird. Die Studienteilnehmer wurden mithilfe standardisierter Fragebögen zu Beginn sowie nach drei, sechs, zwölf, 18 und 24 Monaten zu ihrem Befinden befragt. 

Ca. neun von zehn Befragten füllten die Fragebögen jeweils aus. Einige Parameter der Lebensqualität verbesserten sich im Laufe der Zeit, etwa körperliche Funktionen, Rollenfunktionen (sozialer und emotionaler Bereich) und Erschöpfung (Fatigue). Dies begann schon drei Monate nach Therapiebeginn und hielt auch am Ende der Befragungszeit noch an. 

 

Quellen:

Efficace, F et al. Health-related quality of life in patients with chronic myeloid leukemia receiving first-line therapy with nilotinib. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 2. März 2018, DOI: 10.1002/cncr.31323

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.05.2018 11:45