Chronische lymphatische Leukämie: Neuer Wirkstoff für die Erstbehandlung

Nachricht vom 21.07.2022

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Das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschreitet, kann verlängert werden.

Für die Behandlung von Patienten mit neu diagnostizierter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) oder kleinzelligem lymphozytischem Lymphom (SLL) steht womöglich bald ein neuer Wirkstoff zur Verfügung. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurde, zeigten sich Überlebensvorteile, wenn der neue Bruton-Tyrosinkinasehemmer anstelle der üblichen Kombination einer Chemotherapie mit einem Anti-CD20-Antikörper angewendet wurde.

Die 590 Studienteilnehmer erhielten entweder den neuen Tyrosinkinasehemmer oder die übliche Kombination aus Chemotherapeutikum und Anti-CD20-Antikörper. Nach gut zwei Jahren zeigte sich in der Gruppe mit dem neuen Wirkstoff ein besseres Überleben, ohne dass die Krankheit weiter vorangeschritten war. Der Bruton-Tyrosinkinasehemmer erwies sich zudem insgesamt als besser verträglich als die Chemotherapie.

Vermutlich können Patienten mit CLL oder SLL in der Ersttherapie von einer Behandlung mit dem neuen Wirkstoff profitieren, so die Studienautoren. Weitere Studienergebnisse zu den Überlebensaussichten mit längerer Beobachtungszeit stehen aus.

 

Quelle:

Tam CS et al. Zanubrutinib versus bendamustine and rituximab in untreated chronic lymphocytic leukaemia and small lymphocytic lymphoma (SEQUOIA): a randomised, controlled, phase 3 trial. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Juli 2022, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(22)00293-5

 

(KvK)

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