Chemotherapie nach Bauchspeicheldrüsenkrebsoperation

Nachricht vom 17.12.2021

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Bei älteren Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs bringt eine adjuvante Chemotherapie nach der Operation womöglich einen Überlebensvorteil.

Womöglich gibt es unter älteren Patienten ab 80 Jahren mit Bauchspeicheldrüsenkrebs einige, die von einer unterstützenden Chemotherapie nach der Operation profitieren würden. Diese Annahme lassen die Ergebnisse einer Studie zu, die in der Fachzeitschrift JAMA Oncology veröffentlicht wurden.

In der Studie untersuchten die Forscher die Daten von 2.569 Patienten ab 80 Jahren, die sich in den Jahren 2004 bis 2016 wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs im Stadium I bis III einer Operation unterzogen hatten. Knapp die Hälfte von ihnen erhielt nach dem chirurgischen Eingriff unterstützend, also adjuvant, eine Chemotherapie. 

Die adjuvante Chemotherapie brachte den Betroffenen offenbar einen Überlebensvorteil: Der Zeitpunkt, an dem die Hälfte der Patienten jeweils verstorben war, war in der Gruppe mit adjuvanter Chemotherapie signifikant später als in der Gruppe, die keine Chemotherapie erhalten hatte. Höhere Tumorstadien waren prinzipiell mit einem höheren Sterberisiko verbunden.

Nach Ansicht der Studienautoren könne es sich demnach lohnen, auch ältere Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs nach der Operation eine adjuvante Chemotherapie anzubieten. Dies geschehe offenbar insgesamt noch zu selten, wie die Untersuchung auch gezeigt habe. 

 

Quelle:

Mehtsun WT et al. Patterns of Adjuvant Chemotherapy Use and Association With Survival in Adults 80 Years and Older With Pancreatic Adenocarcinoma. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Dezember 2021, doi:10.1001/jamaoncol.2021.5407

 

(KvK)

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