Chemotherapie bei triple-negativem Brustkrebs kombinieren

Nachricht vom 10.10.2022

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Eine Kombination verschiedener Wirkstoffe kann sich bei fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs lohnen.

Bei fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs lohnt es sich, in der Therapie nicht nur ein einziges Chemotherapeutikum einzusetzen, sondern eine Kombination von verschiedenen Wirkstoffen. Das geht aus den Ergebnissen einer zusammenfassenden Meta-Analyse hervor, die in der Fachzeitschrift Frontiers in Oncology veröffentlicht wurden.

Für die Analyse wurden 26 klinisch randomisierte Studien mit insgesamt 8.236 Brustkrebspatientinnen herangezogen. Bei allen lag triple-negativer Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium vor, und sie erhielten eine Chemotherapie mit entweder einem Taxan allein oder einer Kombination von verschiedenen Wirkstoffen. 

Die taxanbasierten Kombinationstherapien waren mit einem signifikant längeren Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verbunden. Auch das Gesamtüberleben war signifikant besser. Die Ansprechraten hingegen unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht. Die Kombination von Taxanen mit anderen Chemotherapeutika erwies sich als vergleichsweise gut verträglich, Nebenwirkungen wie Erbrechen und ein Mangel an weißen Blutzellen, eine Neutropenie, traten seltener auf.

Für Patientinnen mit fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs sei die taxanbasierte Kombinationschemotherapie zu empfehlen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren aus dieser Meta-Analyse.

 

Quelle:

Huang Q et al. Efficacy and safety of taxanes combined with chemotherapy drugs in advanced triple negative breast cancer: A metaanalysis of 26 randomized controlled trials. Frontiers in Oncology 2022, 12:972767.doi: 10.3389/fonc.2022.972767

 

(KvK)

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