Chemotherapie bei Krebs des unteren Rachens

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Beim Hypopharynxkarzinom kann es lohnen, zusätzlich zur Bestrahlung eine Chemotherapie einzusetzen.

Wird bei Krebserkrankungen des unteren Rachens (Hypopharynxkarzinom) nicht operiert, sondern bestrahlt, lohnt es, die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie zu verbinden. Darauf lassen die Ergebnisse einer Studie aus den USA schließen, die kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurden.

Die Forscher analysierten die Daten von knapp 16.250 erwachsenen Patienten, bei denen ein Hypopharynxkarzinom ohne Metastasen in anderen Organen diagnostiziert worden war. 

Wurde keine Operation durchgeführt, konnte durch die zusätzliche Anwendung der Chemotherapie zur Strahlentherapie die Prognose verbessert werden: Nach fünf Jahren war bei alleiniger Strahlentherapie noch ein Viertel der Patienten am Leben, bei Chemo-Strahlentherapie knapp ein Drittel. Dies ging gleichzeitig damit einher, dass der Kehlkopf bzw. Rachen zumindest teilweise erhalten werden konnten. Auch die unterstützende (adjuvante) Chemo-Strahlentherapie nach der Operation erwies sich als vorteilhaft. Hier waren die Ergebnisse allerdings mit der adjuvanten Strahlentherapie vergleichbar. 

 

Quelle:

Kuo, P. et al.: Treatment trends and survival effects of chemotherapy for hypopharyngeal cancer: Analysis of the National Cancer Data Base. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 28. März 2016, DOI: 10.1002/cncr.29962

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.05.2017 12:29