Chemotherapie bei fortgeschrittenen Kopf-Halstumoren

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In Kombination mit Strahlentherapie schneidet die Chemotherapie im Vergleich zur Antikörpertherapie besser ab.

Zu einer Strahlentherapie bei einem nicht-operablen Kopf-Halstumor eine Chemotherapie mit Cisplatin oder eine Antikörpertherapie mit Cetuximab hinzuzufügen, verbessert nachweislich die Überlebensaussichten. Nun stellte sich in einer Studie, die in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurde, heraus, dass die Chemotherapie im direkten Vergleich besser abschneidet als die Antikörpertherapie.

An der Studie nahmen 4.520 Patienten mit einem Kopf-Halstumor im fortgeschrittenen Stadium III bis IVb teil, der nicht mehr operabel war. Sie erhielten eine Strahlentherapie, die mit einer Chemotherapie mit Cisplatin oder einer Antikörpertherapie mit Cetuximab kombiniert wurde. Cetuximab richtet sich gegen den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (Epidermal Growth Factor Receptor, EGFR). 

83% Prozent der Patienten erhielten eine Chemotherapie mit Cisplatin, die übrigen eine Antikörpertherapie mit Cetuximab. Dabei stellte sich die Chemotherapie als effizienter heraus; die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, war unter Chemotherapie signifikant länger als unter der Antikörpertherapie. Dies galt unabhängig davon, wo sich der Tumor im Kopf-Halsbereich befunden hatte und in welcher Dosierung die Chemotherapie durchgeführt worden war (hoch – oder niedrigdosiertes Cisplatin).

Bei nicht-operablen Kopf-Halstumoren im fortgeschrittenen Stadium ist die Chemotherapie mit Cisplatin offenbar der bessere Kombinationspartner für die Strahlentherapie als die Antikörpertherapie mit Cetuximab, so lautet das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Bauml J M et al. Cisplatin versus cetuximab with definitive concurrent radiotherapy for head and neck squamous cell carcinoma: An analysis of veterans health affairs data. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Oktober 2018, https://doi.org/10.1002/cncr.31816

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 14:52