Chemotherapie bei Eierstockkrebs: Wie oft?

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Eine wöchentlich stattfindende Chemotherapie bringt offenbar gegenüber seltenerer Verabreichung keinen zusätzlichen Überlebensvorteil.

Kann die Chemotherapie bei Eierstockkrebs, wenn sie wöchentlich statt üblicherweise alle drei Wochen stattfinden würde, die Überlebensaussichten verbessern? Und wie steht es dann um die Verträglichkeit? Diesen Fragen gingen Wissenschaftler in der ICON8-Studie nach und veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

1.566 Patientinnen mit neu diagnostiziertem Eierstockkrebs nahmen an der Studie teil und erhielten zunächst eine Operation. Anschließend wurden sie mit unterstützender adjuvanter Chemotherapie behandelt, entweder standardmäßig alle drei Wochen oder wöchentlich. 

Die wöchentliche Behandlung erwies sich als insgesamt gut verträglich. Jedoch verbesserten sich die Überlebensaussichten dadurch nicht - weder konnte die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, verlängert, noch das Gesamtüberleben verbessert werden.

In der Erstbehandlung, so die Studienautoren, bringe eine wöchentliche adjuvante Chemotherapie nach der Operation Patientinnen mit Eierstockkrebs im Vergleich zur alle drei Wochen stattfindenden Chemotherapie offenbar keine Vorteile und sei deshalb nicht zu bevorzugen. 

 

Quelle:

Clamp AR et al. ICON8: Overall survival results in a GCIG phase III randomised controlled trial of weekly dose-dense chemotherapy in first line epithelial ovarian, fallopian tube or primary peritoneal carcinoma treatment. Annals of Oncology 2020, 31(suppl_4):S551-S589

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020 18:00