Chemotherapie bei Dünndarmkrebs

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Unterstützend zur Operation kann sie in bestimmten Tumorstadien Überlebensvorteile verschaffen.

Dünndarmkrebs ist – anders als Dickdarmkrebs - eine seltene Erkrankung. Aufgrund der geringen Patientenzahlen sind Studien nur in begrenztem Maße möglich. Nun bekräftigen die Ergebnisse einer Studie die Vermutung, dass eine unterstützende (adjuvante) Chemotherapie den Patienten mit Dünndarmkrebs Überlebensvorteile verschaffen kann. Der Bericht erschien in der Fachzeitschrift Cancer.

In der Studie wurden die Daten von fast 5.000 Patienten mit Dünndarmkrebs im Stadium I-III ausgewertet, die entweder nur operiert worden waren oder zusätzlich noch eine adjuvante Chemotherapie erhalten hatten. Die zusätzliche Behandlung wirkte sich vorteilhaft aus: Die Patienten hatten im Vergleich zu jenen, die nur operiert worden waren, ein besseres Gesamtüberleben. Allerdings war dieser Überlebensvorteil nur im Tumorstadium III statistisch signifikant. 

In den Tumorstadien I und II zeigte sich lediglich ein Trend zum besseren Überleben, was nach Ansicht der Studienautoren nun in Studien weiter untersucht werden müsse. Möglicherweise, so ihre Vermutung, könnten auch in den frühen Tumorstadien einzelne Patienten von der adjuvanten Chemotherapie profitieren.

 

Quelle:

Ecker, B. L. et al.: Efficacy of adjuvant chemotherapy for small bowel adenocarcinoma: A propensity score–matched analysis. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 30. Dezember 2015, DOI: 10.1002/cncr.29840

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.09.2017 17:04