Chemotherapie bei älteren Patienten mit Magen- oder Speiseröhrenkrebs

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Bei fortgeschrittener Erkrankung kann offenbar auch eine weniger intensive und damit weniger toxische Chemotherapie ausreichen, wenn die Patienten schon älter oder gebrechlich sind.

Bei älteren und gebrechlichen Patienten mit fortgeschrittenem Magen- oder Speiseröhrenkrebs kann offenbar die Intensität der Chemotherapie verringert werden, ohne dass starke Einbußen in der Therapieeffizienz befürchtet werden müssten. Stattdessen profitieren die Patienten von einer besseren Lebensqualität, wie die Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Oncology berichteten.

An der Studie nahmen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Magen- oder Speiseröhrenkrebs teil. Sie erhielten eine Kombinationschemotherapie, deren Intensität je nach Alter und körperlicher Fitness der Patienten eingestellt wurde. Wie sich herausstellte, war die weniger intensive Chemotherapie der intensiven Chemotherapie in Bezug auf das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, nicht unterlegen. Gleichzeitig führte sie zu weniger Nebenwirkungen, das Befinden der damit Behandelten war besser.

Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, können ältere und gebrechliche Patienten mit fortgeschrittenem Magen- oder Speiseröhrenkrebs gut mit einer weniger intensiven Chemotherapie behandelt werden, ohne dass die Kontrolle der Krebserkrankung darunter leiden würde. 

 

Quelle:

Hall PS et al. Efficacy of Reduced-Intensity Chemotherapy With Oxaliplatin and Capecitabine on Quality of Life and Cancer Control Among Older and Frail Patients With Advanced Gastroesophageal Cancer The GO2 Phase 3 Randomized Clinical Trial. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Mai 2021, doi:10.1001/jamaoncol.2021.0848

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 14.06.2021 13:23