Chemostrahlentherapie vor der Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Nachricht vom 10.2.2022

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Langfristig bessere Überlebensaussichten dadurch.

Patienten mit operablem und grenzwertig operablem Bauchspeicheldrüsenkrebs profitieren davon, wenn sie vor dem chirurgischen Eingriff noch eine unterstützende neoadjuvante Chemostrahlentherapie erhalten. Diese kann die Überlebensaussichten langfristig verbessern, wie den aktuellen Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology zu entnehmen ist.

An der PREOPANC-Phase III-Studie nahmen 246 Patienten mit operablem oder grenzwertig operablem Bauchspeicheldrüsenkrebs teil. Sie erhielten entweder eine neoadjuvante Chemostrahlentherapie vor der Operation oder wurden gleich operiert. Nach dem chirurgischen Eingriff erhielten alle Studienteilnehmer noch eine adjuvante Chemotherapie. 

Nach einer Beobachtungszeit von fast fünf Jahren war das Gesamtüberleben in der Gruppe, die eine neoadjuvante Chemostrahlentherapie erhalten hatte, signifikant besser als in der Gruppe, die sofort operiert worden war; der Unterschied zwischen beiden Gruppen war groß. Dies galt sowohl für die operablen als auch für die grenzwertig operablen Tumoren.

Die neoadjuvante Chemostrahlentherapie gefolgt von der Operation und adjuvanten Chemotherapie kann die Prognose von Patienten mit operablem oder grenzwertig operablem Bauchspeicheldrüsenkrebs langfristig deutlich verbessern, so das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Versteijne E et al. Neoadjuvant Chemoradiotherapy Versus Upfront Surgery for Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Long-Term Results of the Dutch Randomized PREOPANC Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 27. Januar 2022, DOI: 10.1200/JCO.21.02233

 

(kvk)

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