Chemo-Immuntherapie bei fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs

Nachricht vom 08.07.2022

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Die Überlebenszeiten verbessern sich.

Wenn bei kleinzelligem Lungenkrebs im extensiven, also fortgeschrittenen Stadium zur üblichen Chemotherapie noch ein Immuntherapie-Antikörper gegen PD-L1 eingesetzt wird, bringt das den Patienten Überlebensvorteile. Das zeigen die Ergebnisse einer Phase III-Studie, die auf der diesjährigen Tagung der American Association of Clinical Oncology ASCO vorgestellt wurden.

An der internationalen randomisierten Studie nahmen 585 Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs im extensiven Stadium teil, die zuvor noch keine systemische, also im ganzen Körper wirkende Therapie erhalten hatten. Sie wurden mit der üblichen Chemotherapie alle drei Wochen bis zu vier Zyklen lang behandelt und erhielten dazu entweder einen PD-L1-Antikörper oder ein Scheinmedikament (Placebo). 

Durch die zusätzliche Antikörpertherapie verbesserte sich das Gesamtüberleben signifikant. Und auch das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verlängerte sich signifikant, ebenso erhöhten sich die Ansprechrate und die Dauer des Ansprechens.

Nebenwirkungen Grad 3 oder mehr traten bei einem Drittel der Patienten in der Chemo-Immuntherapiegruppe und rund 28 Prozent der Patienten der Chemotherapie-Placebogruppe auf. Immunbedingte Nebenwirkungen waren unter den Patienten, die den PD-L1-Antikörper erhielten, häufiger.

Insgesamt erwies sich die Kombination aus Chemo- und Immuntherapie als verträglich und gleichzeitig, so die Studienautoren in ihrer Zusammenfassung, als vorteilhaft: Die Überlebenszeiten der Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs konnten dadurch verlängert werden. 

 

Quelle:

Cheng Y et al. Serplulimab, a novel anti-PD-1 antibody, plus chemotherapy versus chemotherapy alone as first-line treatment for extensive-stage small-cell lung cancer: An international randomized phase 3 study. EHA Library. ASCO 2022, abstract 8505

 

(KvK)

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