Brustkrebs: Sport während der Chemotherapie

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Fatiguebeschwerden lassen sich durch ein Sporttraining lindern.

Im Zuge einer Brustkrebserkrankung kommt es bei den Patientinnen nicht selten zu chronischer Erschöpfung, Fatigue genannt – therapiebedingt oder durch die Krankheit selbst ausgelöst. Regelmäßiger Sport kann die Beschwerden offenbar lindern, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Heliyon berichteten.

An der Studie nahmen 60 Brustkrebspatientinnen teil, die sich wegen ihrer Erkrankung in den Jahren 2017 bis 2018 einer Chemotherapie unterzogen. Sie wurde entweder der Interventionsgruppe oder der Kontrollgruppe zugeordnet. Die Teilnehmerinnen der Interventionsgruppe führten über einen Zeitraum von sechs Wochen dreimal pro Woche ein jeweils 20-30-minütiges Sportprogramm in einer Trainingshalle durch. In der Kontrollgruppe wurde auf ein solch gesteuertes Trainingsprogramm verzichtet. Zu Beginn, während und ein Monat nach der Intervention wurden beide Gruppen jeweils mit Fragebögen zu ihrem Befinden befragt, wobei Depressions- und Fatiguesymptome im Vordergrund standen.

Auf das Vorkommen von Depression hatte der Sport offenbar keinen Einfluss. Jedoch besserten sich im Laufe der Intervention die Fatiguebeschwerden in der Sportgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant – die Intensität der chronischen Erschöpfung nahm ab.

Nach Ansicht der Studienautoren habe die Studie gezeigt, dass sportliche Betätigung während einer Chemotherapie das Befinden von Brustkrebspatientinnen deutlich verbessern könne. In Bezug auf Depression müsse eine längerdauernde Untersuchung angestellt werden.

 

Quelle:

Mostafaei F et al. Effect of exercise on depression and fatigue in breast cancer women undergoing chemotherapy: A randomized controlled trial. Heliyon 7 (2021) e07657

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30