Brustkrebs nach Krebs im Kindesalter seltener geworden

Nachricht vom 22.10.2022

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Der Rückgang hängt vermutlich damit zusammen, dass im Brustbereich seltener bestrahlt werden muss.

Nach einer Krebserkrankung im Kindesalter besteht für Mädchen und junge Frauen ein erhöhtes Risiko, im weiteren Lebensverlauf an Brustkrebs zu erkranken. Doch die Raten an invasiven Brustkrebserkrankungen bei Überlebenden von Krebserkrankungen in der Kindheit sind offenbar in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, speziell bei Frauen unter 40 Jahren. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

In der rückblickenden Studie wurden die Daten von 11.550 Frauen ausgewertet, die in den Jahren 1970 bis 1999 vor dem 21. Lebensjahr eine Krebsdiagnose erhalten und um mindestens fünf Jahre überlebt hatten. Zum Zeitpunkt der aktuellen Datenerhebung war die Hälfte von ihnen 34 Jahre und älter. 489 Überlebende hatten später 583 Brustkrebserkrankungen entwickelt, dies war eine Häufigkeit von rund acht Prozent bis zum Alter von 45 Jahren. 

Es zeigte sich, dass die Rate an invasivem Brustkrebs im Laufe der Jahre zurückging. Nach Ansicht der Studienautoren war das wesentlich darauf zurückzuführen, dass in der Therapie der ersten Krebserkrankung im Kindesalter immer seltener eine Bestrahlung der Brust eingesetzt wurde. Weil jedoch dafür andere Therapien, z.B. Chemotherapien weiterentwickelt und verstärkt angewendet wurden, schwächte sich der positive Effekt der reduzierten Brustbestrahlung leicht ab.

Dennoch eine gute Nachricht: Vor allem bei jungen Krebsüberlebenden vor dem 40. Lebensjahr, so die Studienautoren, tritt Brustkrebs als nachfolgende Krebserkrankung immer seltener auf. 

 

Quelle:

Henderson TO et al. Association of Changes in Cancer Therapy Over 3 Decades With Risk of Subsequent Breast Cancer Among Female Childhood Cancer Survivors. A Report From the Childhood Cancer Survivor Study (CCSS). JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Oktober 2022, doi:10.1001/jamaoncol.2022.4649

 

(KvK)

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