Brustkrebs in der Familie: Für die eigene Prognose kein Nachteil

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Junge Brustkrebspatientinnen, in deren Familie zuvor bereits Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten sind, haben keine ungünstigere Prognose zu befürchten

Frauen, die in jungen Jahren an Brustkrebs erkranken und familiär vorbelastet sind, weil enge Angehörige ebenfalls daran erkrankt waren, haben oftmals Angst, dass ihre Prognose ungünstiger sein könnte. In der Fachzeitschrift British Journal of Surgery gaben Wissenschaftler jetzt Entwarnung.

In einer Studie wurde der Krankheitsverlauf bei jungen Brustkrebspatientinnen in Abhängigkeit davon untersucht, ob in der engeren Familie bereits Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten waren oder nicht. Alle Patientinnen waren zum Zeitpunkt der Diagnosestellung jünger als 41 Jahre. Zwei Drittel wiesen keine familiäre Vorgeschichte an Brust- oder Eierstockkrebs auf, bei dem übrigen Drittel war mindestens eine Verwandte ersten oder zweiten Grades daran erkrankt.

Patientinnen mit einer entsprechenden Familiengeschichte waren häufiger an einem fortgeschritteneren Tumorgrad erkrankt als Patientinnen ohne Brust- oder Eierstockkrebs in der Familie. Auch bezüglich bestimmter Tumormerkmale gab es Unterschiede. Jedoch gab es keine Unterschiede in der Zeit, bis erste Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen auftraten.

Egal, ob Brust- oder Eierstockkrebs bereits in der engeren Familie aufgetreten sind – ein Nachteil für die Prognose sei diesbezüglich nicht erkennbar gewesen, so fassten die Studienautoren die Ergebnisse zusammen.

 

Quelle:

Eccles, B. K. et al.: Family history and outcome of young patients with breast cancer in the UK (POSH study). British Journal of Surgery, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Mai 2015, DOI: 10.1002/bjs.9816

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.11.2017 17:14