Brustkrebs bei jüngeren Frauen oft aggressiver

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Die Erkrankung nimmt, wenn sie vor dem 40. Lebensjahr auftritt, oft einen ungünstigeren Verlauf als in späteren Jahren. Die Gründe dafür werden noch erforscht.

Wenn jüngere Frauen, die noch keine 40 Jahre alt sind, an Brustkrebs erkranken, sind die Tumoren oft aggressiver als bei älteren Frauen. Das geht aus einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology hervor, die damit eine bereits gehegte Vermutung aus früheren Untersuchungen bekräftigt.

In der Studie wurde der Verlauf von Brustkrebserkrankungen bei Patienten mit Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Tumoren beobachtet und zwischen zwei Altersgruppen verglichen: den 20- bis 39-Jährigen und 40- bis 40-Jährigen. Die Tumorgröße unterschied sich bei der Diagnose zwischen den beiden Altersgruppen nicht, jedoch hatten die jüngeren Frauen häufiger bereits einen Lymphknotenbefall und einen höheren Tumorgrad. Bei den jüngeren Frauen wurde zudem häufiger die erkrankte Brust entfernt, und sie erhielten signifikant häufiger eine Chemotherapie. Die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu versterben, war bei den Frauen, die operiert wurden, in jüngeren Jahren höher als in älteren. 

Bei den jüngeren Frauen erwies sich das Lebensalter als ein wesentlicher Einflussfaktor für die Prognose. In ihren Ergebnissen sehen die Studienautoren eine Bestätigung für die These, dass jüngere Brustkrebspatientinnen im Durchschnitt häufiger an aggressiveren Brustkrebsvarianten erkranken. Nun müssten allerdings die Gründe für die ungünstigeren Überlebenschancen erforscht werden.

 

Quelle:

De Camargo Cancela, M. et al.: HR+/Her2- breast cancer in pre-menopausal women: The impact of younger age on clinical characteristics at diagnosis, disease management and survival. Cancer Epidemiology 2016, 45:162-168

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.08.2017 15:05