Blutungen abklären lassen

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Ungewöhnliche vaginale Blutungen sollten vom Frauenarzt abgeklärt werden. Es kann sich eine Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs dahinter verbergen.

In den meisten Fällen macht sich Gebärmutterkörperkrebs, das sogenannte Endometriumkarzinom, schon frühzeitig durch Blutungen bemerkbar, sodass die Tumoren in frühen Stadien diagnostiziert werden können. Bei ungewöhnlichen Blutungen sollte die Ursache deshalb immer von einem Frauenarzt abgeklärt werden. 

Mit etwa 10.600 Neuerkrankungen pro Jahr ist Gebärmutterkörperkrebs in Deutschland die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Am häufigsten treten die Tumoren nach den Wechseljahren auf, nur fünf von 100 Frauen sind vor dem 40. Lebensjahr betroffen. In den meisten Fällen werden die Tumoren nicht etwa „zufällig“ bei der Krebsvorsorgeuntersuchung festgestellt, sondern weil sie sich zuvor durch eine Blutung bemerkbar gemacht und die Patientin deshalb zum Arzt geführt haben. 

Treten bei Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, ungewöhnliche Blutungen auf – etwa Blutungen außerhalb ihres Monatszyklus oder außergewöhnlich starke oder schmerzhafte Blutungen – empfiehlt es sich deshalb, einen Frauenarzt aufzusuchen. Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, wird grundsätzlich bei jeder auftretenden Blutung ein Termin beim Frauenarzt empfohlen. Meist verbergen sich hinter ungewöhnlichen Blutungen andere Ursachen als Krebs, etwa Polypen oder Myome. Mitunter kann der Frauenarzt auch gar keinen Grund für die besondere Blutung ausmachen. Dennoch ist der Arztbesuch ratsam, um sicherzugehen.

 

Quelle:

Domröse C & Mallmann P: Leitliniengerechtes Vorgehen beim Endometriumkarzinom. Im Fokus Onkologie 2019;22(1):18-22

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.03.2019 13:49