Bewegung in der Krebsvorsorge

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Für bestimmte Krebserkrankungen lässt sich durch körperliche Bewegung das Risiko verringern.

Sportliche Aktivitäten sind mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebserkrankungen verbunden. Das bestätigte sich einmal mehr in einer Studie, deren Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology veröffentlicht wurden.

In der Studie wurden die Daten von 364.899 Erwachsenen, davon knapp 52 Prozent Frauen, berücksichtigt. Das durchschnittliche Alter lag bei 56 Jahren. Die Personen wurden bei ihrer Aufnahme in die Studie zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt. Als „hoch aktiv“ galt regelmäßige Bewegung von mindestens 1.500 MET-Minuten pro Woche, als „moderate“ Bewegung wurden Aktivitäten von mindestens 600 MET-Minuten pro Woche und als „geringe“ Aktivitäten entsprechend weniger eingestuft. MET ist die Bezeichnung für metabolisches Äquivalent, wobei 600 MET-Minuten etwa 150 Minuten flottem Gehen oder 75 Minuten Rennen entsprechen.

Unter den Teilnehmern traten im Studienverlauf 21.816 Krebserkrankungen auf. Hohe Aktivität war im Vergleich zu geringer Aktivität mit einem signifikant geringeren Risiko für Lungenkrebs, Brustkrebs (bei Frauen), Leberkrebs und Darmkrebs verbunden. Moderate Bewegung ging im Vergleich zu geringer Aktivität mit einem signifikant geringeren Risiko für Mundrachenkrebs und Lungenkrebs einher. 

Die Studie unterstreiche die Bedeutung körperlicher Bewegung für die Prävention von Krebserkrankungen, so die Studienautoren. Abhängig war der Effekt von weiteren Einflussfaktoren, unter anderem vom Rauchverhalten und der Körpermasse. 

 

Quelle:

Murray JM et al. Physical activity and cancer risk: Findings from the UK Biobank, a large prospective cohort study. Cancer Epidemiology 2020, 68:101780

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52