Bestimmung der Tumorgröße bei Brustkrebs: Mit Ultraschall am effizientesten

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Mithilfe der Sonographie kann bei der Planung der Operation die Tumorgröße offenbar am zuverlässigsten und unaufwändigsten bestimmt werden.

Wie eine Brustkrebsoperation ablaufen wird, hängt wesentlich von der Größe des zu entfernenden Tumors ab. Doch diese kann vor dem chirurgischen Eingriff nur indirekt über bildgebende Verfahren ermittelt werden. Offenbar eignet sich der Ultraschall, die sogenannte Sonographie, besonders gut dafür. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Breast Journal.

Bei der Suche nach dem besten diagnostischen Verfahren stützten sich die Forscher auf die Daten von 261 Patientinnen mit durch die Biopsie bestätigten invasiven duktalen oder lobulären Brustkarzinomen in den Stadien I bis III. In insgesamt 84 Mammographie-, 230 Ultraschall-, 166 MRT- und 41 klinischen Untersuchungen war die Größe der Tumoren geschätzt worden. 

Mithilfe des Ultraschalls und der MRT (Magnetresonanztomographie) kamen die Ärzte am dichtesten an die tatsächliche Tumorgröße und den Tumorgrad heran, die sich bei der nachfolgenden Operation herausstellten. Zwischen den beiden Diagnoseverfahren gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied, jedoch waren beide signifikant besser als die Mammographie und die klinische Untersuchung.

Da der Ultraschall im Vergleich zur MRT-Untersuchung billiger und weniger aufwändig sei, könne er als Methode der Wahl angesehen werden, um für die Operationsplanung die Größe bösartiger Brusttumoren abzuschätzen, so das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Katz, B. et al.: Predicting Breast Tumor Size for Pre-operative Planning: Which Imaging Modality is Best? Breast Journal, Onlinevorabveröffentlichung am 9. September 2016, DOI: 10.1111/tbj.12680

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 26.06.2017 17:24