Bessere Überlebensaussichten bei Weichteilsarkomen

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Aber auch die Häufigkeit der Erkrankung hat unter älteren Menschen zugenommen.

Weichteilsarkome sind seltene bösartige Tumoren. In Australien nimmt ihre Häufigkeit offenbar zu, gleichzeitig haben sich aber auch die Überlebensaussichten in den letzten Jahren leicht verbessert. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher analysierten rückblickend Daten einer bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudie aus den Jahren 1982 bis 2009. Darin waren 26.970 Fälle von Weichteilsarkomen in Australien registriert worden. Am Anfang des Untersuchungszeitraums lag die Erkrankungsrate bei 3,99 pro 100.000 Einwohnern, am Ende im Jahr 2009 war sie auf 6,12 Fälle pro 100.000 Einwohner angestiegen. Dies ging offenbar wesentlich auf häufigere Erkrankungen bei älteren Patienten zurück. So nahm auch das durchschnittliche Erkrankungsalter zu. War die Hälfte der Erkrankten im Jahr 1982 bei der Erstdiagnose noch 58 Jahre alt, lag dieses Alter im Jahr 2009 bei 63 Jahren. 

Gleichzeitig verbesserten sich die Überlebensaussichten. Während im Untersuchungszeitraum 1985 bis 1989 die Hälfte der Erkrankten nach knapp sechs Jahren verstorben war, überlebte die Hälfte der im Zeitraum 2000 bis 2004 Erkrankten die Diagnose acht Jahre und mehr. Diese Verbesserungen im Gesamtüberleben waren signifikant.

 

Quelle:

Potter A et al. A population-based study of soft tissue sarcoma incidence and survival in Australia: An analysis of 26,970 cases. Cancer Epidemiology 2019, Volume 63, https://doi.org/10.1016/j.canep.2019.101590

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 28.01.2020 12:58