Beim extraskelettalen myxoiden Chondrosarkom: Operation Therapie der Wahl

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Wenn eine Operation durchgeführt werden kann, bestehen die besten Heilungsaussichten.

Ein seltener bösartiger Tumor, der typischerweise in der Muskulatur an Armen oder Beinen bei Erwachsenen mittleren Alters auftritt, ist das sogenannte extraskelettale myxoide Chondrosarkom. Wissenschaftler untersuchten diesen Tumor bei Patienten, die zwischen 1973 und 2016 in der Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Datenbank erfasst worden waren. Über ihre Erkenntnisse berichteten sie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Grundsätzlich sind Sarkome selten, sie machen nur rund ein Prozent aller bösartigen Tumoren bei Erwachsenen aus und betreffen Weichgewebe oder Knochen. Bei den in der aktuellen Analyse berücksichtigten Patienten fand sich bei der Erstdiagnose ein bereits lokal oder regional ausgebreiteter Tumor, d.h. die angrenzenden Gewebe bzw. Lymphknoten waren bereits befallen. Wenn eine Operation durchgeführt wurde, bestanden die besten Überlebensaussichten – Chemotherapie und Strahlentherapie schnitten weniger gut ab. Hingegen spielte es keine Rolle, an welcher Stelle im Körper sich der Tumor befand. Ungünstig war die Prognose, wenn bereits andere Organe mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, betroffen waren.

Auch wenn sich die Tumoren oft nur träge weiterentwickeln, die Krankheit also einen langsamen Verlauf nimmt, seien die Überlebensaussichten bei Tumoren, die bereits in andere Organe metastasiert haben, eher schlecht, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Es bestehe nach der Operation ein hohes Rückfallrisiko.

 

Quelle:

Wagner MJ et al. Long Term Outcomes for Extraskeletal Myxoid Chondrosarcoma: A SEER Database Analysis. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 20. August 2020, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-20-0447

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52