Bei voranschreitendem Nierenkrebs

Nachricht vom 08.06.2022

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Erst Immuntherapie und dann Multikinasehemmer oder umgekehrt – welches ist die beste Reihenfolge bei metastasiertem voranschreitendem Nierenkrebs in der Zweit- und Dritttherapie?

Wenn metastasierter Nierenzellkrebs weiter voranschreitet, obwohl eine Erstbehandlung mit einem VEGFR-Tyrosinkinasehemmer durchgeführt wird, kann womöglich eine Immuntherapie mit einem PD1-Blocker gefolgt von einem Multikinasehemmer die Überlebensaussichten verbessern. Darauf deuten die Ergebnisse der CABIR-Studie, die in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer veröffentlicht wurden. 

In der Studie wurden rückblickend die Daten von 139 Patienten mit metastasiertem Nierenkrebs ausgewertet, deren Tumor unter einer ersten Tyrosinkinasehemmertherapie weiter vorangeschritten war. Sie hatten in der Zweittherapie entweder einen Multikinasehemmer gefolgt von einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker in der Dritttherapie erhalten oder umgekehrt.

Die Reihenfolge Immuncheckpoint-PD1-Blocker in der Zweit- und Multikinasehemmer in der Dritttherapie erwies sich als effektiver: Das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, ließ sich dadurch verlängern. Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, könne der Multikinasehemmer in der Drittlinientherapie besser wirken als die Immuntherapie, weil er womöglich eine Resistenz (Unempfindlichkeit) gegen die PD1-Blockade aufhebe.

 

Quelle:

Vano Y-A et al. Cabozantinib-nivolumab sequence in metastatic renal cell carcinoma: the CABIR study. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 23. Mai 2022, https://doi.org/10.1002/ijc.34126

 

(KvK)

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