Bei voranschreitendem metastasiertem Prostatakrebs mit PARP-Hemmung behandeln

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Die Patienten profitieren mit besseren Überlebensaussichten.

Wenn sich Prostatakrebs bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet hat, und trotz Operation und antihormoneller Therapie weiter voranschreitet („kastrationsresistent“), kann unter Umständen eine Therapie mit einem sogenannten PARP-Hemmer (PARP: Poly-[ADP-Ribose]-Polymerase) Besserung bringen. Dies zeigen die Ergebnisse einer in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

An der Studie nahmen 387 Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs teil, deren Erkrankung trotz Therapie weiter voranschritt. Sie erhielten nun eine Behandlung mit einem PARP-Hemmer oder eine moderne antihormonelle Therapie in Kombination mit Prednison. Bei allen Studienteilnehmern zeigten sich bestimmte charakteristische Veränderungen in den Tumorgenen, die eine Therapie mit einem PARP-Hemmer zulassen.

Unter der PARP-Hemmertherapie war das Gesamtüberleben der Patienten signifikant besser als unter der antihormonellen Therapie. Zwei Drittel der Patienten wechselten im Studienverlauf von der antihormonellen Therapie zur PARP-Hemmertherapie.

Damit, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, habe sich bei Patienten mit voranschreitendem metastasiertem Prostatakrebs, der bestimmte genetische Veränderungen aufweist, die Therapie mit einem PARP-Hemmer gegenüber den bisher zur Verfügung stehenden Therapien als überlegen erwiesen.

 

Quelle:

Hussain M et al. Survival with Olaparib in Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer. New England Journal of Medicine 2020; 383:2345-57

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.01.2021 17:55